Sszenenbeschreibung:

Peter und Heinrich sind auf "Geschäftsreise" nach Trier.

Erzähler

Peter und Heinrich sind nach Trier unterwegs.

Es liegt Schnee. Der Weg über die Höhen des Hochwaldes ist einigermaßen gut befahrbar.
Der Braune schnauft. Es geht gut voran.

Der Wagen ist mit Kisten mit den Produkten ihrer Nagelschmiede, den Nägeln bepackt welche sie heute bei einigen Kunden in Trier ausliefern wollen.

Früh sind beide heute morgen losgezogen. Zwei Stunden sind sie bereits unterwegs und sehen schon die Häuser von Osburg auf sie zukommen.

Heinrich

Wenn wir weiter so gut vorankommen schaffen wir es noch bis zum Vormittag bis nach Trier.

Peter

Das wäre gut. Wir haben heute viel zu erledigen.

Zuerst wollen wir zur Schusterei Klos, dann zum Eisenwarenhändler Merges.

Dann gehen wir noch bei zwei Schreinereien vorbei. Vielleicht haben wir Glück und können die restlichen Nägel dort noch verkaufen.

Heinrich

Ich habe eigentlich nicht vor die Nägel wieder mit nach Hause zu nehmen.

Du hast doch auch diese Spezialnägel dabei, die Du letzte Woche gemacht hast. Was willst Du denn damit?

Peter

Ja, das sind Nägel für Polsterer und Sattler.

Ich will heute Nachmittag auf jeden Fall noch in der Sattlerei Matthieu reinschauen und fragen ob wir einen Auftrag für Polsternägel bekommen.

Heinrich

Ah. Dafür sind die also.

Solche Nägel haben wir doch bisher noch nie gemacht.

Peter

Wir müssen versuchen noch andere Abnehmer zu finden.

Schuhnägel und Dachnägel machen bereits so viele Nagelschmiede.

Alleine in Hermeskeil gibt es sehr viele Schmieden. Die Konkurrenz  wird immer größer. Und dann sieht man auch immer öfter diese verdammten Drahtstifte die vom Rhein kommen.

Es wird immer schwieriger. Wir müssen unsere Nägel zu billig verkaufen.

Es ist wichtig, dass wir einfach auch noch etwas anderes machen, z.B. Nägel für die Sattler.

Heinrch

Das habe ich so noch gar nicht gesehen.

Peter

Ich hoffe, dass das heute klappt.

Erzähler

Die beiden marschieren mit festem Schritt weiter und erreichen etwa zwei Stunden später die Schusterei Klos.

Hier liefern Sie dreitausend Schuhnägel ab.

Bis zum Nachmittag besuchen sie weitere Betrieb. Die bestellten Nägel liefern sie aus. Aber nur bei keinem erhalten sie neue Aufträge.

?????

Hier könnte man noch einige Begebenheiten bei den verschiedenen Betrieben einbauen.

Entweder Dialoge oder einfach nur erzählen.

Peter

Gott sei Dank haben wir unsere Rücksäge wenigstens fast leer.

Aber für die nächsten Wochen haben wir kaum fast nichts zu tun..

Bevor wir uns wieder auf den Heimweg machen versuchen wir es jetzt noch in der Polster- und Sattlerei Matthieu.

Erzähler

Die beiden sind bei Matthieu angekommen.

Ein großes Firmenschild überstreicht fast die ganze Front über der Eingangstür.

Peter klopft an die Werkstatttür und betritt die Werkstatt

Ein Arbeiter, der gerade in der Nähe steht sieht sie.

Arbeiter

Guten Tag. Wer seid ihr? Zu wem wollt ihr?

Peter

Guten Tag. Wir sind Nagelschmiede aus dem Hochwald und möchten gerne mit dem Meister sprechen.

Arbeiter

Ja, und was wollt ihr von ihm?

Peter

Wir möchten unsere neuen Polsternägel vorstellen.

Können wir mit Herrn Matthieu sprechen?

Arbeiter

Ich weiß nicht.

Bleibt mal hier stehen, ich frage mal nach.

Erzähler

Der Arbeiter geht zu einem Mann in der Mitte des Raumes.

In der Werkstatt sieht man 5 Männer und vier Frauen an verschieden Tischen und Maschinen arbeiten.

Der Mann, mit dem der Arbeiter gesprochen hat kommt auf die beiden zu.

Matthieu

Matthieu. Was kann ich für Euch tun?

Peter

Herr Matthieu.

Meine Name ist Peter Muno und das ist mein Bruder Heinrich.

Wir sind Nagelschmiede und kommen aus Damflos im Hochwald.

Wir möchten Ihnen unsere neuen Polsternägel vorstellen.

Sehr gute Qualität.

Matthieu

Ich glaube nicht dass ich Ihre Nägel brauche. Wir haben bereits drei sehr gute Lieferanten.

Peter

Schauen Sie sich doch unsere Nägel erst einmal an.

Matthieu

Na gut, ich kann ja mal einen Blick darauf werfen. Dann zeigen Sie mal her-

Erzähler

Peter setzt seinen Rucksack ab und holt das Bündel Nägel heraus.

Er geht zu einem Tisch der rechts von ihnen steht und breitet sie auf dem Tisch aus.

Peter

Sehen Sie. Erstklassige Ware.

Matthieu

Meinen Sie?

Erzähler

Er nimmt zwei Nägel in die Hand, lässt sie zwischen Finger und Daumen auf und abwandern und betrachtet sie sehr genau.

Matthieu

Mhm. Sieht ganz ordentlich aus.

Aber wie gesagt, ich habe bereits meine Lieferanten.

Peter

Sie wären aber schon interessiert?

Matthieu

Vielleicht. Was würden denn Ihre Nägel im 1000er Pack kosten?

Peter

1000 Stück 1Taler 20 Silbergroschen.

Matthieu

(lacht) Auf keinen Fall.

Ich zahle Ihnen für1000 Stück höchstens 25 Silbergroschen.

Peter

Bei dieser erstklassigen Ware. Gut!  1Taler 10

Matthieu

Zu teuer.

Also mein letztes Wort. Ich zahle 28 Silbergroschen für den 1000er Pack, wenn Sie mir bis in zwei Wochen 10.000 Nägel liefern können.

Peter

Gut. Der Handel gilt.

In zwei Wochen Freitag liefern wir Ihnen die Nägel.

Vielen Dank für den Auftrag.

Erzähler

Peter und Matthieu besiegeln das Geschäft per Handschlag.

Peter und Heinrich verabschieden sich und verlassen die Werkstatt.

Wieder draußen auf der Strasse.

Heinrich

Das hast Du klasse gemacht, aber Peter bist Du verrückt?

Wir kriegen doch bis in zwei Wochen die 10.000 Nägel nicht gemacht?

Ich habe damit noch keine Erfahrung.

Peter

Dan musst Du dich eben anstrengen. Das müssen wir schaffen.

Ich weiß, dass ist sehr knapp, aber das ist vielleicht eine Chance.

Seien wir doch froh dass wir wenigstens einen Auftrag mit nach Hause nehmen.

Heinrich

Vielleicht hast Du recht.

Erzähler

Peter und Heinrich machen sich wieder auf den Heimweg.