Szenenbeschreibung:

Das Schwein wird geschlachtet.

Erzähler

Heute ist ein großer Tag.

Das Schwein, das man seit dem Frühjahr gefüttert und gemästet hat soll geschlachtet werden.

Die Sonne scheint, aber es ist kalt an diesem Tag.

Aus der Waschküche dampft es nach draußen in die Kälte.

Anna legt im Ofen mächtig Holz nach.

Auf dem Ofen steht ein großer Kessel mit Wasser. Es dampft . Peter und Heinrich wuchten den großen Schweinetrog vor die Scheune. Eine Leiter steht schon angelehnt an der Hauswand bereit.

Der Dorfmetzger Paul kommt gerade auf den Hof. Er zieht einen Handkarren hinter sich her auf dem er allerlei Utensilien verstaut hat.

Peter

Guten Morgen Paul

Erzähler

Die beiden begrüßen sich mit einem kräftigen Handschlag

Paul

Guten Morgen. Habt ihr alles vorbereitet?

Trog. Heißes Wasser, Leiter, Töpfe und Schüssel

Peter

Du kommst genau richteig.

Ja es ist alles parat.

Das Wasser ist auch schon heiß.

Paul

Dann kann es ja losgehen.

Erzähler

Paul packt die Sachen aus seinem Handkarren sorgfältig auf die große Holzbank vor der Scheune. Seile, Messer, Krummholz, Bolzenapparat und einiges mehr.

Paul

Das müsste jetzt alle sein.

So! Wo haben wir denn das Prachtschwein.

Erzähler

Paul nimmt einen Strick und  geht mit Peter gemeinsam in den Stall. Im Schweinestall liegen drei Schweine,ein großes und zwei kleinere in einer Ecke. Die Schweine sind ganz ruhig und grunzen als Paul die Tür zum Schweinegatter aufmacht.

Paul

Das große ist es?

Peter

Ja

 

 

Erzähler

Paul nimmt den Strick den er in der Hand hält und bindet es dem Schwein an ein Hinterbein. Dann gibt er ihm einen heftigen Klapps, so dass es aufspringt und zum Gatter hinausläuft.

Paul hält den Strick fest in der Hand und treibt das Schwein hinaus auf de Hof.

Auf dem Hof bindet er den Strick um den dicken Holzbalken vom Scheunentor so dass das Schwein nicht mehr weiterrennen kann.

Das Schwein quiekt und macht ein richtiges Spektakel.

Paul

Ist das Wasser schon heiß genug?

Heinrich

Ja, alles bereit.

Paul

Peter gib mir jetzt den Bolzenapparat.und den Hammer

Erzähler

Peter reicht ihm das Gerät und den Hammer

Paul

Peter. Halte das Schwein jetzt gut fest.

Erzähler

Paul setzt den Apparat am Kopf des Schweines an

Heinrich reicht ihm denn Hammer.

Paul holt zu einem kräftigen Schlag mit dem Hammer aus und das Schwein fällt um.

Es ist sofort tot.

Paul

Das hätten wir!

Jetzt schnell. Bringt mir die Schüsseln.

Erzähler

Heinrich kommt mit zwei Schüsseln.

Paul lässt nun das Blut des Schweines in die Schüssel laufen.

Paul

Daraus machen wir nachher leckere Blutwurst.

Ja gut Heinrich. Und immer kräftig rühren.

Erzähler

Nachdem die beide großen Schüssel gefüllt sind wird das tote Schwein mit vereinten Kräften in den Trog gelegt.

Paul

Sojetzt könnt ihr vorsichtig das heiße Wasser in den Trog füllen.

Erzähler

Heinrich und Peter füllen nun mit Eimern das heiße Wasser in den Trog und Paul beginnt mit Schabeisen die Schweineborsten abzuschaben.

Paul

Ja, so ist es gut.

Erzähler

Diese Arbeit dauert nun eine ganze Weile.

Nachdem das Abschaben beendet ist wuchten die drei Männer das Schwein mit vereinten Kräften aus dem Trog auf den bereitgestellten schweren Holztisch.

Paul befestigt nun an den Hinterbeinen das Krummholz um das Schwein dann mit Haken an die Leiter zu hängen.

Peter

Alle Mann mit anfassen.

Erzähler

Mit großer Anstrengung wird das Schwein auf die Leiter gehängt.

Peter

Mann o Mann . Das sind gut und gerne 3 Zentner.

Jetzt haben wir uns aber einen Schnaps verdient!!

Erzähler

Anna kommt mit einer Flasche Schnaps und Gläsern.

Peter füllt die Schnapsgläser und alle prosten sich zu.

Alle

Prost

Peter

Das ist Quetsche-Schnaps. 3 Jahre alt.

Henrich

Den haben wir uns auch redlich verdient.

Paul

Das muss auch so sein. Zum Schweineschlachten gehört ein guter Schnaps, so wie dieser hier.

Einen könnte ich noch vertragen.

Erzähler

Peter gießt allen noch mal ein und prosten sich wieder zu.

Paul

So ihr Leute. Weiter geht’s.

Ich nehme das Schwein jetzt aus

Erzähler

Paul nimmt eines seiner bereitgelegten Messer, schärft es noch einmal mit dem Wetzstein nach.

Dann setzt er einen großen Schnitt an und nimmt das Schwein aus

Er prüft die inneren Organe darauf dass alles in Ordnung ist.

Die Gedärme kommen in den Holzbottich und die Inneren Organe hängt er mit einem Haken ebenfalls an die Leiter..

Während Paul seine Arbeit fortsetzt, sind die Frauen in der Waschküche und bereiten die  „Wurstküche“ vor...

Anna

(Ruft zu den Männern auf dem Hof)

Peter ! wir haben alles soweit fertig.

Was haltet ihr davon wenn wir jetzt erstmal eine Brotzeit machen.

Es ist ja auch schon Mittag.

Peter

Ja, das ist eine gute Idee

Erzähler

Das Schwein hängt akkurat an der Leiter. Ein schönes Schwein. Schönes Fleisch. Wunderschöne Koteletts Da wird es dieses Jahr einen leckeren Braten an Weihnachten geben. In der Stube schmiert  Oma Elisabeth noch die Schmalzbrote. Margret stellt einen großen Krug selbstgemachten Viez auf den Tisch.  

Die Männer kommen rein und setzen sich auf die beiden Bänke am großen Tisch.

Peter

Oh. Schmalzbrote.

Oma

Dann guten Hunger. Greift zu.

Erzähler

Alle greifen nach den Schmalzbroten und.jeder füllt sich den Becher randvoll mit Viez.

Heinrich

Ich freue mich schon auf die Wurstsuppe und ein richtiges Kotelett heute Abend.

Peter

Ja auf jeden Fall.

So ein Schlachttag ist immer etwas besonderes

Paul

Nachher machen wir dann Blutwurst und Leberwurst

Erzähler

Anna kommt herein

Anna

Schmeckts?

Alle

Ja

Anna

In der Wurstküche ist alles soweit.

Peter

Wo sind die Kinder?

Anna

Die spielen zusammen in der Kammer

Peter

Ja gut. Wenn wir nachher die Wurst machen können sie gerne dabei sein und zusehen.

Paul

Deine Schmalzbrote sind einfach die Besten. So wie früher.

Oma

Da hättest Du aber mal etwas anderes sagen sollen (lacht)

Erzähler

Alle greifen wieder nach den Schmalzbroten

 

--- hier noch ein paar Dialoge ---------

Paul zu Anna und Margret

Während wir nachher das Schwein sauber in Kotelett, Schinken und so weiter teilen könnt ihr schon mal die Därme für die Wurst sauber machen.

Anna

Es steht alles bereit.

Dann wollen wir.!

Erzähler

Alle stehen vom Tisch auf und machen sich an die Arbeit.

Den ganzen Nachmittag wurde in der Wurstküche gearbeitet.

 

--- hier noch ein paar Dialoge ---------

Erzähler

Es ist inzwischen Abend geworden

Paul packt seine Sachen wieder ein.

Blut- und Leberwürste hängen fein säuberlich aufgeeiht auf Stangen.

Schinke, Fleisch, Kotelett und die anderen tollen Sachn sind suaber geordnet in den Bottichen.

Die Wurstsuppe kocht im großen Topf.

In einem anderen Topf ist „Wellfleisch“

Anna

Heinrich bring mir doch die Kasserole

Heinrich (Kind)

Wo ist die denn?

Anna

Da an der Wand hägt sie doch.

Erzähler

Der Junge bringt die Kasserole und Anna füllt Wurstsuppe hinaein.

Anna

So Heinrich, die bringst Du jetzt zum Käth nebenann.

Und dann kommst Du mit der Kasserole wieder.

Der Pidda auf der anderen Seite kriegt auch davon.

Anna

Maria! und Du gehst zu den anderen Nachbarn und lädst sie für heute Abend zum Wellfleischessen ein.

Maria (Kind)

Ja gut (und läuft los)

 

--- hier noch ein paar Dialoge ---------