Antwerpen

Die Stadt ist voller Leute. Antwerper Bürger, Händler, Seefahrer und Auswanderer von überall her, bevölkerten die Gassen der Stadt. Und mittendrinn unsere Damfloser. Es war kaum ein Durchkommen. Peter, Heinrich und Pitt trugen die Kleinsten Huckepack auf ihren Schultern. An der Hand ein weiteres Kind und auch die Frauen hielten die Kinder fest an der Hand damit sie in der wogenden Menge nicht verloren gingen.

Wie in einer kleinen Prozession zogen die sechs Erwachsenen mit ihren Kindern durch die Gassen von Antwerpen und waren fasziniert von den schönen Häusern. Die meisten sind in einem Alt-Spanischen Stil gebaut. Schmal und hoch mit Backsteinen gebaut.

Anna

Schau mal Peter. Wieviele Leute werden wohl in diesen Häusern wohnen?

Peter

Keine Ahnung. Wenn in jedem stock eine Familie wohnt, dürften in jedem Haus bestimmt bis zu zwanzig Personen Platz finden.

Anna

Die Häuser so dicht nebeneinander. Und soviele Leute überall.

Maria

Ich finde das klasse. So viele Leute. Hier ist richtig was los.

Heinrich. Schau mal was die Leute in der Hand haben.

Heinrich

Was meinst Du?

Maria

Die Waffeln, die viele in der Hand halten. Wo es die wohl gibt?

Heinrich

Da drüben vielleicht? Da stehen besonders viele Leute zusammen.

Pitt

Peter pass auf. Da ist einer hinter Dir mit einem Messer in der Hand.

Peter

Wo?

Erzähler

Da war es schon passiert. Mit flinkem Griff fasst der junge Mann nach dem Lederriemen um Peter’s Hals. Schneidet ihn durch und rennt mit dem Beutel, der daran gebunden war wie der Blitz davon.

Peter

Teufel nochmal. Was war das denn?

Pitt

Der hat Dir Deinen Geldbeutel geklaut.

Erzähler

Pitt nimmt seinen Rucksack ab und drückt ihn Heinrich in die Hand. Dann rennt hinter dem Dieb hinterher.

 

Pitt

Warte nur! Dich krieg ich schon.

Erzähler

Wie ein Wirbelwind fliegt er dem Dieb hinterher.

Pitt

Haltet ihn! Haltet ihn fest!

Erzähler

An der nächsten Seitengasse biegt der Dieb ab. Und Pitt hinterher.

Gerade will der Dieb in einem Hauseingang verschwinden, da ist Pitt schon hinter ihm. Stürzt sich auf ihn und reisst ihn zu Boden.

Pitt

Her damit Du Gauner. Wo ist der Beutel?

Erzähler

... und prügelt ihm mit der Faust einen über.

Pitt

Raus damit!!

Dieb

Monsier, monsier.

Pitt

Na los. Wird’s jetzt!

Dieb

Voila.

Erzähler

Der Dieb hält ihm den Beutel hin. Pitt greift den Beutel und läßt den Dieb aus seinem Zangengriff. Dieser nutzt die Gelegenheit und rennt davon.

Inzwischen war auch Peter. Keuchend und völlig außer Atem dazugekommen.

Pitt

Na, alter Mann. Ich habe Dein Geld gerettet.

Peter

Da hinten läuft der Dieb.

Pitt

Lass ihn laufen. Hier ist Dein Beutel.

Peter

Gott sei Dank. Ist noch alles drin?

Pitt

Da. Schau selbst.

Erzähler

Peter nimmt seinen Beutel.

Peter

Ja, scheint noch alles da zu sein. Da wäre unsere Reise nach Amerika hier fast zu Ende gewesen.

Klasse gemacht Pitt. Klase gemacht.

Pitt

Schnell muss man sein. Und beim nächsten mal passt Du bitte besser auf Dein Geld auf.

Peter

Unbedingt. Dann lass uns wieder zu den anderen zurückgehen.

Erzähler

Auf dem rückweg, die Gasse rauf, kommen ihnen die anderen schon entgegen.

Anna (rufend)

Habt ihr ihn gefasst?

Pitt

Nein, er ist wieder abgehauen.

Heinrich

Verdammt. Un jetzt?

Erzähler

Alle wieder zusammen.

Peter

Alles gut. Pitt hat ihn gestellt und dem Dieb meinen Beutel wieder abgenommen. Danach ist er ihm allerdings wieder entwischt.

Hier ist der Beutel. Pitt ist heute unser Held des Tages. (und schwenkt freudig seinen Beutel)

Heinrich

Pitt. Unser Held.

Pitt

Und wo ist jetzt meine Belohnung?

Peter

Pitt. Wie wäre es mit einem schönen kühlen belgischem Bier?

Pitt

Eine gute Idee

Peter

Und auf den Schreck für jeden noch eine von diesen Waffeln.