Szenenbeschreibung:

Die Familie Muno mit Peter, Anna, Heinrich, Margret, Oma Elisabeth und die Kinder betreten die Bühne.
Peter und Heinrich in der Nagelschmiede, Anna, Margreth und Oma Elisabeth in der Küchenstube.

Erzähler

Ein paar Tage  später.

Peter und Heinrich sind bei der Arbeit in ihrer kleinen Nagelschmiede .

In der Mitte des Raumes steht die Esse. Das Feuer prasselt und Heinrich legt noch neue Holzkohle auf. Links und rechts von der Esse stehen je zwei Ambosse. Auf und unter den Eisentischen an der Wand liegen Bündel von unterschiedlich dicken Eisenstäben.

Peter ist gerade dabei einen Eisenstab im Feuer glühend heiß werden zu lassen.

Peter

Heinrich gib noch mehr Glut.

Erzähler

Heinricht betätigt den Blasebalg und es rauscht heftig im aufglühenden Holzkohlefeuer.

Peter

Ja, so ist es gut.

Erzähler

Und er hält den Eisenstab noch weiter in das Feuer.

Dann legt er ihn auf den Amboss, schlägt ein Stück von dem Stab ab und haut es in das Nageleisen um mit dem Hammer den Nagelkopf zu schmieden. Das wiederholt  er solange bis aus dem Eisenstab lauter Nägel geworden sind.

Peter

Heinrich, das Feuer ist jetzt gut. Komm jetzt, wir müssen heute noch die 2000 Nägel fertig bekommen.

Erzähler

Heinrich geht zu seinem Amboss, nimmt sich einen glühenden Eisenstab und mit flinken Hammerschlägen werden daraus etwa 15cm lange Nägel.

Heinrich

Sag mal Peter. Im Dorf erzählt man, Du willst auch nach Amerika auswandern.

Peter

Ach ja, von wem hast Du das?

Heinrich

Der Christian hat mich gestern gefragt.

Peter

So so der Christian.

Heinrich

Ja, er hat gesagt Du hättest es letztens beim Hannes erzählt.

Peter

Ach Blödsinn. Was soll ich denn in Amerika. Ich bin ja nun nicht mehr so jung wie unser Johannes. Und außerdem wie soll ich das anstellen, mit Frau und sechs Kindern.

Heinrich

Also stimmt es nicht?

Peter

Na ja, wenn ich zehn Jahre jünger wär..

Heinrich

Also doch

Peter

Ach komm hör jetzt auf damit. Machen wir unsere Arbeit, die muss heute noch fertig werden. Gib mir mal den anderen Hammer von da drüben.

Heinrich

Eigentlich müsste ja bald mal ein Lebenszeichen von Johannes kommen. Ich bin ja mal gespannt wie es ihm dort in Amerika jetzt geht. Montags kommt doch immer die Postkutsche. Vielleicht ist heute etwas dabei.

Peter

Ja, das könnte gut sein.

Erzähler

Peter und Johannes setzen ihre Arbeit fort.

Der kleine Karl, Peters Sohn kommt in die Schmiede

Karl

Papa?

Peter

Ja, was ist Karl.?

Karl

Die Mama hat gesagt ich soll Euch rufen. Das Essen ist fertig.

Heinrich

Haben wir schon wieder Mittag? Ich hab’ aber auch schon mächtig Kohldampf.

Peter

Karl. Lauf wieder in die Küche zu Oma und Mama und sag wir kommen gleich.

Karl

Ja gut.

Erzähler

Der Kleine rennt wieder durch die offene Tür zur Schmiede hinaus. Peter und Heinreich mache noch die angefangenen Nägel fertig und legen dann die Zange und den Hammer neben den Amboss. Sie hängen ihre Lederschürze an den Haken an der Wand und verlassen die Schmiede.