Szenenbeschreibung:

Der Tod des ältestens Sohnes Heini trifft Anna und Peter Muno sehr hart.
Peter und Anna unterhalten sich über die Situation und das Weiterleben unter diesen Umständen.
Beide sind niedergeschlagen und entscheiden für sich und die Kinder ein neues Leben in Amerika zu beginnen.

Erzähler

Fast zwei Wochen sind nun seit dem Unfall auf dem vereisten Weiher vergangen.
Pfarrer Rath hat den Jungen gestern unter großer Anteilnahme der Bewohner von Damflos auf dem Dorffriedhof beerdigt. 

Peter und Anna sitzen alleine in der Stube. Barbara, die kleinste liegt in ihrem Körbchen und schläft.

AnnaPeter. Ist das Gerecht?
PeterWas meinst Du Anna?
AnnaWir haben so schon wenig. Wir mühen uns Tag für Tag.
Und jetzt hat man uns noch unseren ältesten Sohn genommen.
Sag mir ist das Gerecht? Haben wir das verdient?
PeterDu hast ja recht. Aber was sollen wir machen.
Wir sind eben arme Leute.
AnnaJa, das sind wir. Es ist alles so trostlos hier.
PeterWir dürfen jetzt aber nicht aufgeben. Wir müssen auch an unsere anderen 5 Kinder denken.
AnnaJa, das tue ich doch ständig.
Aber wie soll das alles hier weitergehen?
PeterWenn ich das wüßte!
AnnaLaß uns von hier weggehen.
Hier will ich nicht mehr bleiben.
PeterWo sollen wir denn hin?
AnnaLaß uns auch in die Neue Welt ziehen.
Schlechter als hier kann es dort auf keinen Fall sein.
Hauptsache weg hier.
PeterAber ...
AnnaAber, was!? 
Dein Bruder Johannes ist doch auch weg.
Und denke mal an alle Deine Cousins. Die sind schon vor zehn Jahren nach Amerika.
PeterJa, der Johannes hat letztes Jahr einfach seine paar Sachen gepackt und ist mit seiner Lena auf's Geratewohl los.
Anna... aber er hat es getan!
PeterWenn ich jetzt auch sagen würde, wir packen unseren Krempel zusammen und gehen?
AnnaJa, dann nehmen wir unsere Kinder und gehen.
PeterDas würdest Du wirklich machen? 
AnnaJa Peter.
PeterUnd ich hatte immer gedacht, so eine Strapaze könnte ich Dir mit den Kindern nicht zumuten.
AnnaPeter lass es uns machen. Wir beide beginnen etwas Neues.
Peter

Du hast recht.
Nehmen wir all unseren Mut in die Hand und bauen für uns und unsere Kinder in Amerika etwas Neues auf. (und haut mit der Faust auf den Tisch)

ErzählerIn diesem Moment wacht die Kleine auf.
AnnaJetzt hast Du sie wach gemacht.
PeterGenau. Endlich sind auch wir aufgewacht.
Wir verkaufen den Acker und die beiden Wiesen, nehmen das Geld von unserem letzten Auftrag aus Trier. Dazu unsere paar gesparten Groschen.
Dann packen wir zusammen was wir brauchen und verschwinden von hier.
AnnaPeter. So kenn' ich Dich.
PeterWann sagen wir es Heinrich und Margreth?
AnnaJa, das müssen wir machen.
Las uns noch eine Nacht darüber schlafen. Dann sagen wir es ihnen.
PeterDas ist eine gute Idee. So machen wir es.
Ich gehe dann noch in die Schmiede und mache die restlichen Nägel für Trier fertig.
Erzähler

Peter steht auf und geht zur Tür hinaus.
Anna nimmt die Kleine in den Arm und wiegt sie hin und her.

AnnaBarbara, meine Kleine.
Dir soll es mal besser gehen. In Amerika.
(...und summt ein Kinderliedchen)